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LOHENGRIN

Große romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner
Libretto vom Komponisten
Premiere
01.04.2012 GROSSES HAUS

Fotogalerie

Der 1850 in Weimar uraufgeführte Lohengrin gilt als „italienischste“ von Wagners Opern und bildet den Auftakt für einen Wagner-Zyklus unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Justin Brown, mit dem das STAATSTHEATER KARLSRUHE seine Tradition der Wagner-Pflege fortsetzt und auf das Wagner-Jahr 2013 einstimmt.

Neugierde trieb den Menschen aus dem Paradies und machte ihn doch zugleich erst mündig. Seither leben wir im Zwiespalt zwischen der menschlichen Neigung zum Zweifeln und dem damit verbundenen Streben nach Wissen und Erkenntnis, welchem die Forderung fast aller großen Religionen nach blindem Vertrauen unversöhnlich gegenübersteht. In diesem Widerspruch wird Elsa und Lohengrins Liebe zerrieben. Weil es für den von der Gralsgesellschaft entsandten Ritter keinen Spielraum für Kompromisse und Verhandlung gibt, gerät Lohengrins harte Forderung an Elsa „nie sollst du mich befragen“ zunehmend zum patriarchalen Machtspiel. Dies umso mehr, als Elsa von einer Gesellschaft bedrängt wird, die zugleich wunderhörig ist und in panischer Angst vor dem Gottesgericht hinter dem fremden Wunderhelden schwarze Magie wittert.

Als ein trauriger Held muss Lohengrin schon am Morgen nach der Hochzeit von dannen ziehen, überwältigt von Elsas Frage, enttarnt und auf normalmenschliches Maß geschrumpft. Seinen Sieg über den Grafen Telramund und dessen schwarz-magische Gattin Ortrud verdankte er der Macht des Grals, die ihn unbesiegbar machte. Doch an der Aufgabe, Elsas vorbehaltloses Vertrauen zu erringen, ist er gescheitert.

Mit Lance Ryan kehrt ein in Karlsruhe besonders geschätzter Sänger zurück, der nach einigen Jahren im Karlsruher Ensemble inzwischen auf den Bühnen der Welt und insbesondere in Bayreuth zu Hause ist. Der „Wagnertenor der Extraklasse“ (Opernwelt) feiert in Karlsruhe sein Rollendebüt als Lohengrin.

MUSIKALISCHE LEITUNG Justin Brown
REGIE Reinhild Hoffmann
AUSSTATTUNG Prof. Hartmut Meyer
KOSTÜME Emily Laumanns
DRAMATURGIE Tina Hartmann

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